Cloud Computing – Was ist das?

Von: Laura Kalinna |
Datum: 04.03.2019

Unter Cloud Computing, übersetzt „Datenverarbeitung in der Wolke“, versteht man das Nutzen oder Bereitstellen von IT-Dienstleistungen oder IT-Infrastrukturen über das Internet. Dienste, die über die virtuelle Wolke angeboten werden, sind an den Bedarf des Nutzers angepasst und können dynamisch abgerufen werden. Durch die Nutzung des Cloud Computing entfällt eine Installation der IT-Dienste ebenso wie die Betreuung eines eigenen Servers oder Rechensystems.

Cloud Computing - Einfach erklärt
Cloud Computing – Einfach erklärt

Das virtuelle Rechnernetz ist dabei nicht an einen konkreten Rechner gebunden, sondern besteht aus vielen miteinander vernetzten Rechnern. Daten werden beim Cloud Computing auf dem virtuellen Rechner gespeichert. Dennoch haben nur Sie als Nutzer Zugriff auf Ihre eigenen Daten. Anbieter für Cloud Computing gibt es viele, mit zu den bekanntesten gehören Dropbox, Microsoft OneDrive, Google Drive, Amazon Drive und iCloud.

Wann wurde Cloud Computing erfunden?

Die Vorstellung gespeicherte Daten von jedem Ort aus nutzen zu können stammt bereits aus den 1950er Jahren. Mit der Entstehung des Internets wurde diese Vorstellung in den 1990er Jahren immer mehr zur Realität. In den frühen Patent-Diagrammen aus dieser Zeit wurde das Internet oft als Wolke dargestellt. Daher stammt auch der Begriff „Cloud“.

Wann wurde Cloud Computing erfunden?
Wann wurde Cloud Computing erfunden?

Warum Cloud Computing die Zukunft gehört?

Mittlerweile stehen bei Unternehmen vernetzte Geschäftsprozesse und der digitale Kundenkontakt hoch im Kurs. Daraus entwickeln sich auch neue digitale Geschäftsmodelle. Viele Unternehmen setzen hierbei auf Cloud Computing. Diese Vernetzung ist sofort und hoch skalierbar und daher besonders für die perspektivische Planung von Unternehmen interessant.

Wie Cloud Computing Kosten reduzieren kann

Geringe Investitionskosten und das Wegfallen von Wartungsarbeiten sind entscheidende Faktoren bei der Implementierung von Cloud Computing. Dadurch können Unternehmen enorme Kosten sparen. Personalkosten beispielsweise für IT-Personal können mit der Nutzung von Cloud Computing ebenfalls reduziert werden.

Wie Cloud Computing neue Geschäftsmodelle ermöglicht

SaaS (Software as a Service) ist das am weitesten verbreitete Geschäftsmodell, das durch Cloud Computing ermöglicht wird. Bei einem SaaS-Geschäftsmodell zahlen Kunden für die Nutzung einer Software, nicht aber für die Software-Lizenz. Anbieter von SaaS-Lösungen betreiben Ihren Software-Service in den eigenen Rechenzentren. Kunden können dann über das Internet darauf zugreifen. Beispiele für SaaS-Geschäftsmodelle sind die Office-Software von Google Docs und Apple iWork, sowie die CRM-Lösung von Salesforce. Kunden zahlen bei diesem Modell nur exakt so viel, wie sie nutzen. So entstehen für die Nutzer kontrollierbare Kosten.

IaaS (Infrastructure as a Service) ist ein Geschäftsmodell, bei dem der Kunde die Hardware direkt vom Anbieter mietet. Für ein IaaS-Geschäftsmodell müssen Kunden keine eigene IT-Infrastruktur mehr unterhalten. Damit fallen Archivierungs- oder Backup-Systeme und Server für Nutzer von IaaS-Lösungen weg. Der Kunde ist so mit kalkulierbaren Kosten für das Wachstum seines Unternehmens gut aufgestellt. Auch freie Kapazitäten können umgehend freigegeben werden. Zu den namhaftesten Beispielen für ein IaaS-Geschäftsmodell gehört unter anderem Amazon, genauer die Amazon Web Services (AWS) mit der Amazon Elastic Cloud Compute (Amazon EC2).

Bei PaaS (Platform as a Service) zahlen Kunden Gebühren für die Nutzung einer integrierten Laufzeit- oder Entwicklungsumgebung. Dabei besteht ein PaaS-Geschäftsmodell aus einer Kombination von Hardware und Software. Verschiedene Web-Applikationen und Dienste können in einem solchen Angebot enthalten sein. Durch PaaS kann man ebenfalls unverbindlich neue Plattformen und Software testen. Prominente PaaS-Geschäftsmodelle sind Google App Engine und die Cloud-Services Plattform „Windows Azure“ von Microsoft. Hier bekommen Software-Entwickler Anwendungen und Datenbanken zur Verfügung gestellt, die über das Netz genutzt werden können.

Cloud Computing Geschäftsmodelle
Cloud Computing Geschäftsmodelle

CaaS (Communication as a Service) ist ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden komplette Kommunikations- oder Unified-Communications-Lösungen mieten. CaaS-Anbieter stellen den Nutzern Hardware und Software zur Verfügung. Auch das Software-Management wird vom CaaS-Dienstleister zur Verfügung gestellt. Beispiele für Lösungen, die über CaaS bereitgestellt werden sind Voice over IP (VoIP), Instant Messaging und Videokonferenzlösungen mit mobilen oder stationären Geräten.

Mit HuaaS (Human as a Service) haben Kunden Zugang zu Dienstleistungen von Menschen. Diese Art des Geschäftsmodells kommt vor allem Nutzern zu Gute deren Computer die entsprechenden Aufgaben nur sehr langsam oder gar nicht durchführen kann.

Vorteile des Cloud Computing

  • Einsparung großer Investitionen
  • Geringer Kosten für Personal, Software und Hardware
  • Keine längerfristige Kapitalbindung
  • Umfang von Speicherplatz, Rechenleistung und Software-Paket kann individuell gewählt und angepasst werden
  • Zugriffsrechte können einfach geregelt werden

Nachteile des Cloud Computing

  • Abhängigkeit von Cloud-Anbieter in Bezug auf IT-Kompetenz, Leistung und Service
  • Datenspeicher im Ausland unterliegen anderen Datenschutzrichtlinien
  • Anpassung bestehender Arbeitsprozesse
  • Internetanbindung nicht immer ausreichend

Nachhaltigkeit des Cloud Computing

Damit Cloud Computing für Unternehmen nachhaltig bleibt, sollte man bei der Einführung eines Cloud-Systems auf drei Hauptfaktoren achten: Geschwindigkeit, Flexibilität und die Nachhaltigkeit. Dabei ist eine ausreichende Dokumentation der Systemwelt von großem Vorteil. Nur so kann garantiert werden, dass das existierende System jederzeit ersetzbar oder erweiterbar bleibt.

Fazit zum Cloud Computing

Unternehmen können auf unterschiedliche Art und Weise vom Cloud Computing profitieren. Mit dem virtuellen Rechnernetz sparen sie Kosten für Personal, Software und Hardware. Trotzdem bleibt ein Geschäftsmodell mit Cloud Computing immer einfach und hoch skalierbar. Dadurch ist die Nutzung von virtuellen Rechnernetzwerken für die meisten Unternehmen durchaus lohnenswert.

 

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