Dropshipping – Was ist das?

Als Dropshipping bezeichnet man eine Methode in der Logistik, bei der ein Händler eine Ware an den Kunden verkauft, ohne selbst die Ware liefern oder lagern zu müssen. Stattdessen erfolgt die Lieferung entweder von einem Großhändler oder von einem Lieferanten.

Dropshipping - Was ist Dropshipping?
Dropshipping – Was ist das?

Dropshipping – Definition

Das Dropshipping, oder auch Drop-Shipping, wird auch als Streckenhandel bezeichnet. Eigentlich verbirgt sich dahinter ein altbewährtes Verfahren in der Logistik, welches jedoch durch den Online-Handel wiederauflebt. Der Streckenhandel konnte sich in den letzten zehn Jahren in den USA fest etablieren und hält seit längerem auch in Deutschland Einzug. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine bestimmte Form einer Handelskette, die besonders bei Online-Shops gerne verwendet wird.

Der durchschnittliche Ablauf beim Streckenhandel beginnt mit dem Hersteller, welcher die Ware produziert. Er konzentriert sich ganz allein darauf, die Ware herzustellen und zu entwickeln. Dann kommt der Großhändler ins Spiel. Der Großhändler kümmert sich um die Logistik, das bedeutet den Versand der Ware. An ihn richten sich auch die Online-, Einzel- und Zwischenhändler, die die Ware vom Hersteller verkaufen wollen. Bei einem Kauf wendet sich der Kunde an den Händler und bekommt dafür eine Rechnung. Ist der Kauf abgeschlossen, setzt sich der Händler mit dem Großhändler auseinander und bestellt bei diesem die Ware, die dann direkt zum Kunden geliefert wird.

Die Ware wird hierbei direkt vom Lieferanten vom Hersteller zum Kunden weitergegeben. Der Händler, bei dem der Kunde einkauft, kommt in den meisten Fällen nicht mit der Ware in Berührung, wird dennoch der Besitzer der Ware, bis der Kunde diese überreicht bekommt. Vom Lagergeschäft unterscheidet sich diese Praxis nur dahingehend, dass der Händler hierbei die Lieferung selbst übernimmt.

Historische Entwicklung des Dropshippings

Die Praxis ist nicht neu und bestand bereits vor dem E-Commerce. So wurden bereits Waren über Werbeprogramme im TV oder Radio so verkauft. In erster Linie entstand der Streckenhandel in den Vereinigten Staaten. Auch einige konventionelle Geschäfte verkauften so Waren, die zu groß und schwer waren, um sie im Geschäft aufzubewahren. Der Amazon-Konkurrent Wayfair.com, der sich besonders auf Möbel konzentrierte, basierte seine Geschäftspraxis darauf, die Waren nicht selbst zu lagern. Im Zuge des verstärkten Online-Handels, der nicht nur von Großunternehmen beherrscht wird, gewinnt der Streckenhandel immer mehr an Bedeutung. Gelegentlich sind einige Online-Händler in die Kritik geraten, weil sie über Dropshipping-Verträge Waren liefern wollten, die sich dann als gefälscht oder mangelhaft herausstellten. Oft handelte es sich bei den Großhändlern um Unternehmen aus China oder Osteuropa. Der Online-Händler blieb dann auf den Kundenbeschwerden sitzen.

Dropshipping und seine Einsatzgebiete

Das Dropshipping erfolgt oft beim Kauf von Ersatz- oder Einzelteilen. Auch wenn der Käufer bei einem Händler die Ware bestellt, wendet sich der Händler selbst meist an einen Großhändler oder Zulieferer, die wiederum die Ware beim Hersteller abholen. Besonders bei kleineren Online-Shops, die alle möglichen Waren anbieten können, kommt der Streckenhandel zum Einsatz. Denn diese Händler können sich zumeist die Lagerung der Ware nicht leisten.

Dropshipping und seine Vorteile

Ein großer Vorteil dieses Verfahrens liegt in der Kostenersparnis, da kein eigenes Lager aufgebaut werden muss. Dadurch vermindert sich die Kapitalanbindung sowie das Absatzrisiko. Sollten sich bestimmte Waren nicht verkaufen, dann fallen sie lediglich dem Großhändler zur Last und nehmen nur bei ihm unnötig viel Platz ein. Außerdem sind die Transportkosten geringer, denn die Kosten für den direkten Versand trägt zumeist der Käufer. Generell ist der logistische Aufwand für den Online-Händler sehr gering, denn für das Versenden und Verpacken muss kein eigenes Personal angeworben und keine Materialien bereitgestellt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Händler sofort sein Geld bekommt.

Nachteile des Dropshippings

Die Risiken bestehen besonders in der Vertrauenswürdigkeit und der Zuverlässigkeit des Lieferanten und Großhändlers. Im schlimmsten Falle muss sich der Händler mit schlechter Verpackung, unzuverlässiger Lieferung oder mangelhafter Ware auseinandersetzen. Denn die Kunden werden zuerst ihn dafür verantwortlich machen. Sollten die Kunden die Ware reklamieren wollen, muss der Händler mit seinen Vertragspartnern Kontakt aufnehmen.

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Datum: 24.08.2018
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