Was sind Fixkosten (fixe Kosten)?

Als Fixkosten wird der Teil der Gesamtkosten definiert, der unabhängig von der Beschäftigungs- und Auftragslage eines Unternehmers oder Unternehmens konstant und unveränderlich anfällt. Daher werden diese Verpflichtungen als fixe Kosten bezeichnet.

Die Höhe der Fixkosten ist konstant. Diese fallen unabhängig von der Auslastung, der Ausbringungsmenge oder dem Beschäftigungsgrad eines Unternehmens an. Das bedeutet für Sie, egal wie gut oder schlecht Ihr Unternehmen gerade läuft, Ihr Controlling hat die Fixkosten auf jeden Fall in konstanter Höhe und meist einem gleichmäßigen Zeitraum auf der Ausgabenseite.

Betriebswirtschaftlich gesehen zählen folgende Positionen zu den Fixkosten:

  • Abschreibungen (Linear)
  • Gehälter
  • Zinsen
  • Mieten
  • Strom, Wasser und sonstiges

Wie entstehen Fixkosten?

Wie bereits erwähnt, fallen fixe Kosten konstant an. Anders als variable Kosten verändern sich diese nicht in der Abhängigkeit von Beschäftigungsgrad, Ausbringungsmenge und Produktionsmenge.

Was sind Fixkosten (fixe Kosten)?
Was sind Fixkosten (fixe Kosten)?

Beispiel für fixe Kosten:

Unternehmer A produziert leckere und nachhaltige Waren für den Großhandel. Im Mai 2018 liegt die Ausbringungsmenge bei 1000 Einheiten. Die fixen Kosten für Miete, Gehälter und Abschreibungen fallen laut Controller in Höhe von 10.000 € an. 

Aufgrund des warmen Sommers kann Unternehmer A nur noch 750 Einheiten absetzen. Die fixen Kosten wie: Miete, Gehälter und Abschreibungen fallen aber weiterhin an und müssen trotz sinkender Absatzzahlen weiterhin beglichen werden. Die Fixkosten liegen also auch im Juli bei 10.000 €. Logisch, oder?

Anmerkung: Selbstverständlich verändern sich fixe Kosten gelegentlich, zum Beispiel Mietkosten, Strom- und Wasserpreise und Löhne und Gehälter. Da diese Schwankungen aber nicht mit der Produktion eines Kostenträgers und der Menge in einem direkten Zusammenhang stehen, werden sie in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) dennoch zu den Fixkosten gezählt.

Formel zur Berechnung von Fixkosten

Fixkosten = Gesamtkosten – variable Kosten

Variable Kosten und Fixkosten im Vergleich

Variable Kosten verändern sich, im Gegensatz zu fixen Kosten, je nach Produktionsmenge und Aufwand. Variable Kosten werden gelegentlich auch als veränderliche Kosten bezeichnet. Zu den variablen Kosten werden klassischerweise folgende Posten gezählt:

  • Rohstoffe
  • Lieferkosten
  • Fremdleistungen
  • Lohnzahlungen (Akkordlohn)
  • Kosten für Strom, Wasser etc. (für Produktion)
  • Provisionen

Ausnahme: Aufwendungen für Strom, Wasser etc. können sowohl als variablen Kosten als auch als Fixkosten anfallen.

Beispiel: Durch schwankende Produktionsmengen verändert sich der Energiebedarf der Maschinen. Er ist somit nicht konstant, sondern variabel und daher den variablen Kosten zuzurechnen.

Die Energiekosten für Büroräume unterliegen keinen produktionsbedingten Schwankungen. Bei schwacher Absatzlage fallen diese in unveränderter Höhe an und sind somit den fixen Kosten zuzuordnen.

Zusammenhang zwischen Fixkosten und Gemeinkosten

Definition Gemeinkosten:
Gemeinkosten können einem Kostenträger (Produkt oder Dienstleistung) nicht direkt zugeordnet werden. Daher ist zur Verteilung von Gemeinkosten immer ein Verteilungsschlüssel notwendig.

Bei Fixkosten handelt es sich immer um Gemeinkosten. Variable Kosten können als Gemeinkosten ausgewiesen werden, müssen aber nicht zwingend Gemeinkosten sein.

Beispiel für Gemeinkosten:

Unternehmer A hat im Monat 2000 € fixe Mietkosten. Bei diesen 2000 € handelt es sich laut Definition um Gemeinkosten, da diese nicht direkt dem einzelnen Produkt zugewiesen werden können.

Im Mai 2018 setzt Unternehmer A 1000 Einheiten ab. Die fixen Mietkosten betragen 2000 €. Dividiert man diese durch die Anzahl der produzierten Einheiten, kommt man auf 2,- €. Dies entspricht dem Kostenanteil der Miete pro Produktionseinheit.

Formel zur Berechnung von Gesamtkosten

Gesamtkosten = Fixkosten + variable Kosten

Wie wirken sich zu hohe Fixkosten aus?

Kein Unternehmer mag sie, jeder hat sie: Fixkosten. Sind diese zu hoch oder in vielfacher Anzahl vorhanden, kann dies eine erhebliche Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit des Unternehmens haben. Sinken dann noch Absatzzahlen, kann dies unter Umständen dazu führen, dass Unternehmer die anfallenden Fixkosten nicht mehr bedienen können. Im schlimmsten Fall droht das Unternehmen in ein Insolvenzverfahren zu rutschen.

Die Rolle der Fixkosten für den Deckungsbeitrag

Welche Rolle die Fixkosten bei der Ermittlung des Deckungsbeitrags spielen und was genau der Deckungsbeitrag ist, können Sie in unserem Wikibeitrag zum Deckungsbeitrag nachlesen!

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Datum: 26.07.2018
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