Gewährleistung – Was ist Gewährleistung?

Von Gewährleistung spricht man im Allgemeinen dann, wenn ein Käufer mit einem gelieferten Produkt oder einer erbrachten Dienstleistung unzufrieden ist und vom Verkäufer im Rahmen der Gewährleistung Ersatz, Nachbesserung oder Nachlass fordert.

Der Verkäufer ist dafür verantwortlich, dass das veräußerte Produkt frei von Sach- und Rechtsmängeln ist. Somit haftet der Verkäufer für jegliche Mängel, die bereits zum Verkaufszeitpunkt bestehen. Dieser Tatbestand, schließt auch solche Mängel ein, die erst nach dem Kauf ersichtlich werden. In diesem Fall spricht man von einem “verdeckten Mangel”.

Wie ist die Dauer der Gewährleistungsfrist?

Die Dauer der Gewährleistungsfrist ist in §438 des BGB geregelt und beträgt in Deutschland 24 Monate. Handelt es sich um gebrauchte Waren, kann die Gewährleistungsfrist auf 12 Monate verkürzt werden. Die Gewährleistungspflicht vertraglich einzufordern, ist indes nicht möglich.

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Beweislast bei Gewährleistung

Bei der Beweislast sind die ersten sechs Monate für den Verbraucher entscheidend. In der Regel wird angenommen, dass die gekaufte Ware sich bereits zum Zeitpunkt der Lieferung nicht in einwandfreiem Zustand befand, sondern mangelhaft war. Der Verkäufer müsste in diesem Fall nachweisen, dass der reklamierte Mangel zu einem späteren Zeitpunkt entstand.

Gewährleistung
Gewährleistung

Sind die ersten sechs Monate nach dem Kauf vorüber, wendet sich die Beweislast zum Verbraucher, Kunden hin. Dieser muss nun glaubhaft beweisen, dass die Ware bereits bei Übergabe den reklamierten Mangel aufwies.

Welche Rechte hat der Käufer bei einem Sachmangel?

Der Käufer hat bei einem eindeutigen Mangel mehrere Optionen:

  • Schadenersatz
  • Verringerung des Kaufpreises (Minderung)
  • Rücktritt vom Kaufvertrag (Rücktrittsrecht)
  • Wechsel des Produktes oder Instandsetzung (Nacherfüllung)

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Datum: 09.10.2018
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