Was ist WaWi: Alles, was Sie wissen müssen

WaWi ist die Abkürzung für Warenwirtschaft und auch Warenwirtschaftssysteme oder Warenwirtschaftsprogramme werden so genannt. Das sind Begriffe, die uns tagtäglich im produzierenden Gewerbe begegnen. Grund genug, einmal einige wichtige Fragen grundsätzlich zu klären: Was genau ist eigentlich Warenwirtschaft? Und wie können Warenwirtschaftsprogramme im Unternehmen bei den anfallenden Aufgaben der Warenwirtschaft helfen?

WaWi– was ist das eigentlich genau?

Ziel und Aufgabe der Warenwirtschaft ist es, zum einen alle Materialien und Rohstoffe, die zur Herstellung eines zu produzierenden Endproduktes benötigt werden, in ausreichender Menge vorzuhalten. Zum anderen ist es ebenfalls Aufgabe der Warenwirtschaft, dieses Endprodukt zu lagern oder im Idealfall unmittelbar nach der Produktion an die Käufer oder Zwischenhändler zu verteilen. Das klingt auf den ersten Blick erst einmal sehr banal: Rohstoffe kommen rein, Endprodukte kommen wieder raus – ganz einfach, oder? In der Praxis ist es leider nicht ganz so simpel.

Wawi in der Praxis: Das sind die Herausforderungen

Kompliziert wird die Warenwirtschaft dadurch, dass sie eine möglichst günstige Herstellung des Endprodukts gewährleisten soll. Dabei kann es sehr schnell zu Konflikten kommen: So kann zum Beispiel ein Rohstoff in großen Mengen günstiger eingekauft werden. Das setzt aber voraus, das entsprechende Lagerfläche vorhanden ist – die natürlich auch Geld kostet. Bei geringer Lagerkapazität besteht die Herausforderung der Warenwirtschaft eher darin, die eingehenden Materialströme so zu koordinieren, dass eine unterbrechungsfreie Produktion gewährleistet ist. Das sind nur zwei Beispiele aus einer ganzen Reihe von essentiellen Herausforderungen in der Warenwirtschaft.

Die 5 zentralen Elemente eines Warenwirtschaftssystems

Ein praxistaugliches Warenwirtschaftssystem besteht in der Regel aus fünf zentralen Elementen:

  • Einkauf
  • Wareneingang
  • Verkauf
  • Warenausgang
  • Lagerhaltung

Der Einkauf kümmert sich dabei um den möglichst günstigen Erwerb der Rohstoffe, die dann vom Wareneingang angenommen, erfasst und an die entsprechende Stelle im Produktionsprozess weitergeleitet wird. Der Verkauf sorgt dafür, dass Abnehmer für das Endprodukt gefunden werden, das dann vom Warenausgang entsprechend auf den Weg gebracht wird. Die Lagerhaltung kümmert sich um die Erfassung und ordnungsgemäße Aufbewahrung aller Rohstoffe und Endprodukte, die nicht sofort verarbeitet beziehungsweise verkauft werden können.

Warenwirtschaftsprogramme erleichtern die Arbeit

Die effiziente Zusammenarbeit der fünf zentralen Elemente ist eine Herausforderung, die letztlich über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidet. Diese Aufgabe lässt sich am besten mit einem Warenwirtschaftsprogramm bewältigen. Ein solches Programm hilft nicht nur bei der Kalkulation von Einkaufs- und Verkaufspreisen, sondern sorgt auch dafür, dass immer ausreichend Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorhanden ist. Nur so lassen sich kostspielige Unterbrechungen im Produktionsprozess dauerhaft vermeiden und die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens gewährleisten.

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microtech.de
Datum: 08.03.2018
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