XRechnung – Was ist das?

Bereits heute kommt die XRechnung besonders häufig im Austausch mit öffentlichen Verwaltungen zum Einsatz. Vor allem in den kommenden Jahren soll die XRechnung immer weiter zum Standard bei elektronischen Rechnungen etabliert werden. Grund dafür ist, dass die Europäische Union europaweit die Verwendung von dieser Art von Rechnung vorschreibt. So soll eine zuverlässige Grundlage für den elektronischen Datenaustausch garantiert werden.

Deutschland erfüllt mit der Einführung der XRechnung auch national die EU-Richtlinien aus dem Jahr 2014, die zur Nutzung elektronischer Rechnungen nach EU-Norm verpflichten. Der Einsatz vom Standard XRechnung soll die schnelle und direkte elektronische Datenübertragung garantieren und die europäische Norm in einen nationalen Standard überführen. Dieser Standard ist für Bund, Länder und Kommunen einheitlich geregelt. Durch die kostenfreie Verfügbarkeit und die klar festgelegte Kontrolle des Standards durch den Bund und die entsprechenden Experten ist diese Lösung zukunftssicher.

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Von der EU-Norm zum Standard XRechnung

Die erste Version des XRechnung-Standards wurde im November 2017 für Rechnungssteller bereitgestellt. Die Version 1.1 wird seitdem basierend auf einem Betriebskonzept des IT-Planungsrats weiterentwickelt und soll in regelmäßigen Abständen in neuer Version veröffentlicht werden. Mehr als 50 Fachexperten aus Bund, Ländern und Kommunen haben den Standard XRechnung im Auftrag des IT-Planungsrates und nach den geforderten Vorgaben entwickelt und gestaltet. Damit entspricht der Standard XRechnung auf technischer und rechtlicher Ebene den EU-Normen und dem Beschluss des IT-Planungsrats.

Ab wann ist die Verwendung des Standards XRechnung Plicht?

Ab dem 27. November 2018 sind öffentliche Einrichtungen, wie Bundesbehörden, bereits zum Empfang von elektronischen Rechnungen verpflichtet. Auftragnehmer müssen spätestens zum 27. November 2020 auf den Versand elektronischer Rechnungen umstellen.

Das steht mit dem Standard XRechnung zur Verfügung:

  • Dokumentation des Standards XRechnung als PDF
  • Technische Mittel zur Umsetzung der nationalen Geschäftsregeln als Schematron und XSL-Dateien
  • Technische Repräsentation von Codelisten im OASIS-Standard „Genericode 1.0“
  • Testnachrichten
  • Technische Unterstützung bei der Visualisierung
  • Open Source-Referenzimplementierung zur Prüfung eines XML-Dokuments auf Konformität zum Standard XRechnung

Wie wird die Konformität zum Standard geprüft?

Eine elektronische Rechnung ist nur dann konform zum Standard XRechnung, wenn sie im Format eines XML-Dokuments ausgestellt, gesendet und empfangen wird. Außerdem muss sie die Elemente des semantischen Datenmodells getreu den Spezifikationen enthalten. Ob eine eRechnung diesem Standard entspricht wird dann in zwei Schritten geprüft. Nach einer positiven Konformitätsprüfung, wird im zweiten Schritt bewertet wie groß die Abweichung vom Standard ist und ob diese gering genug ist, um die Rechnung zu verwenden.

Gibt es Alternativen zur XRechnung?

Die Antwort ist: Ja und Nein. Ein Rechnungssteller kann prinzipiell auch andere Rechnungsformate, wie ZUGFeRD 2.0 verwenden, insofern dies fachlich erforderlich ist und die Länder dies in ihren Rechtsverordnungen zulassen. Allerdings nur, wenn diese der EU-Norm entsprechen. Die EU-Norm und der Empfang elektronischer Rechnungen, die dem Standard entsprechen, sind für alle öffentlichen Auftragnehmer in Deutschland Pflicht. ZUGFeRD 2.0 erfüllt diese Normen ebenso wie die XRechnung und kann deshalb ebenso verwendet werden. Trotzdem spielt dieses Format neben der XRechnung nur eine untergeordnete Rolle. Von den öffentlichen Einrichtungen wird einheitlich der vom IT-Planungsrat beschlossene Standard der XRechnung verwendet.

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Datum: 27.12.2018
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