Was ist eine Cloud?

Die ganze Welt spricht von der Cloud. Aber was ist eigentlich eine Cloud? Bei der Cloud handelt es sich um einen theoretisch unbegrenzten Online-Speicher. Hier können Sie Daten aller Art abspeichern. Auf Fotos, Videos oder Dateien, die Sie in einer Cloud gespeichert haben, können Sie auf jedem internetfähigen Endgerät zugreifen. Der Begriff Cloud ist die Abkürzung für Cloud-Computing. Cloud-Computing steht sowohl für die Nutzung als auch für das Anbieten von diversen IT-Dienstleistungen. Die Cloud ist sozusagen ein virtueller Computer im Internet, der den eigentlichen Computer am Arbeitsplatz hinsichtlich der Daten ersetzen kann.

Was ist eine Cloud? - Wir erklären Ihnen, was Sie wissen sollten
Was ist eine Cloud?

Der Ursprung der Cloud

Die ursprüngliche Idee Daten zu speichern und von jedem Ort aus nutzen zu können, geht bis in die 1950er Jahre zurück. Die Technik bot damals allerdings nicht mal annähernd die entsprechenden Voraussetzungen. Tatsächliche Anwendung fand die Cloud erst Ende der 1990er. Anfang der 1990er Jahre wurde der Cloud von einigen Persönlichkeiten der IT-Branche eine fulminante Geburtsstunde vorhergesagt. Man sagte damals, dass sich Computer auf Netzwerke verteilen werden, sobald die technischen Gegebenheiten dies zuließen. 1995 stellte GMD ein System vor, das wir heute als Cloud bezeichnen würden: Das BSCW. Die Nutzer konnten webbasierte Dokumente in Ordner uploaden, um diese dann mit anderen zu teilen. 1999 war Salesforce.com die erste Webseite, die tatsächlich Geschäftsanwendungen über eine handelsübliche Homepage angeboten hat. Die heutige Cloud.

Wie funktioniert eine Cloud?

Eine Cloud bietet Nutzern die Möglichkeit, Daten in einen Online-Speicher hochzuladen und auf alle dort hinterlegten Daten zuzugreifen. Cloud-Anbieter betreiben immens große Rechenzentren mit hunderttausenden Servern, die Unternehmen mieten können. Allerdings können Firmen auch ihre eigenen Cloud-Server vor Ort betreiben, um E-Mails, Anwendungen, Webseiten etc. zu hosten. Ohne Internet geht bei der Cloud aber nichts. Ein Netzwerk ist die Voraussetzung, um auf die Anwendungen zugreifen zu können. Der größte Vorteil einer Cloud ist der schier unbegrenzte Speicherplatz.

Wer hat die Cloud geprägt?

Hauptsächlich geprägt wurde der Begriff der Cloud durch Unternehmen wie Amazon, Yahoo oder Google. Diese Internetfirmen sind aufgrund ihres rapiden Wachstums schnell an die Grenzen gestoßen. Wegen der zunehmenden Nutzerzahlen stand man vor dem Problem ständig größere Systeme zu brauchen, die auch eine ausreichende Performance zu Spitzenlastzeiten bieten. 2006 War die Spitzenlast für Amazon um ein zehnfaches höher als die Grundlast im Tagesgeschäft. Damit der US-Konzern dieses Problem lösen konnte, bediente man sich einer Architektur und Diensten, die die Nutzlast bewerkstelligen konnten. Basis des Produkts wurden die Skalierungseffekte der Cloud-Dienste. Diese Dienste wurden sowohl intern als auch extern angeboten. Heute ist Amazon nicht nur ein Big Player im E-Commerce, sondern auch der weltweit größte Anbieter einer Cloud.

Wer kann eine Cloud nutzen?

Vorzugsweise wird eine Cloud von Unternehmen genutzt, um ihre Unmengen an Daten zu verwalten. Hierzu braucht es eine schnelle Breitband-Internetverbindung, die es ermöglicht, auch auf entfernte Server schnell zugreifen zu können. Aber auch Privatanwender können Cloud-Dienste nutzen. Ein Dienstleister stellt dem Kunden eine Cloud, also Speicherplatz und Rechenleistung, auf einem Server zur Verfügung. Für die Leistung, Daten im Rechenzentrum des Dienstleisters hochladen und abrufen zu können, bezahlt der Kunde eine monatliche oder jährliche Gebühr. Der Kunde kann dann jederzeit auf die gespeicherten Daten zugreifen.

Social Media – Auch eine Cloud

Eigentlich nutzen die meisten von uns öfter mal eine Cloud. Nicht unbedingt im Sinne von Zugriff und Arbeit mit unternehmensbezogenen Daten, aber im Sinne von Dateien in einen Online-Speicher laden. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Twitter sind sozusagen die kostenlose Cloud der Privatperson. Die Mitglieder der Social Media Netzwerke haben die Möglichkeit, Texte, Fotos und Videos zu posten. Diese werden dann bei Facebook in der Chronik dort auch gespeichert und sind jederzeit abrufbereit. Instagram und Twitter bieten hier eine ähnliche Speicherung sämtlicher Posts an. Diese Form der Online-Daten-Speicherung ist also durchaus ebenfalls als Cloud zu verstehen.

Cloud - Vor- und Nachteile
Cloud – Vor- und Nachteile

Vorteile einer Cloud

  • Nutzer benötigen keine eigenen Hardware-Ressourcen
  • Nutzung der Cloud über einen Webbrowser oder Client
  • Jederzeit Zugriff auf den Cloud-Service (unabhängig von mobilen oder stationären Geräten)
  • Unkomplizierter Austausch von Daten
  • Kostenersparnis, da der Dienst nach Bedarf angemietet werden kann
  • Einsparung für Kosten von IT-Spezialisten, die die Infrastruktur warten
  • Anpassbarkeit der Dienste
  • Mehrere Unternehmensstandorte können miteinander verknüpft werden

Nachteile einer Cloud

  • Eventuelles Sicherheitsrisiko bei Hacker-Angriffen auf die Server
  • Das Weitergeben von Daten (Cloud-Anbieter informieren hierüber in den Nutzungsbedingungen)
  • Abhängigkeit vom Anbieter (was passiert zum Beispiel mit den Daten, wenn der Anbieter aufgrund von einer Insolvenz handlungsunfähig wird?)
  • Qualität der Internetanbindung (in ländlichen Gegenden kann die Nutzung eines Cloud-Systems problematisch werden)
  • Bei der Nutzung von Servern, die im Nicht-EU-Ausland betrieben werden, unterliegen diese den dortigen Datenschutzrichtlinien
 

Beiträge, die Sie auch interessieren könnten:

microtech.de
Datum: 27.02.2019
Back Anchor