E-Commerce – 5 Gründe, die für den Onlinehandel sprechen!

Datum: 25.10.2017 | von: Jens Szabelski

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Mit der Gründung von Amazon und eBay fing es Mitte der 1990er Jahre an. Erstmals war es möglich, über das Internet Produkte zu kaufen und zu verkaufen. Mit der immer weiter fortschreitenden Digitalisierung wurde auch die Welt des Online-Handels immer vielfältiger. Doch viele Einzelhändler sträuben sich noch, in E-Commerce zu investieren. Warum es sich durchaus lohnen kann, in die Welt des Online-Handels zu expandieren, und worum es sich bei E-Commerce eigentlich handelt, erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag.

 

 

Was ist E-Commerce?

E-Commerce, auch als Online- oder elektronischer Handel bekannt, bezeichnet den Verkauf und Vertrieb von Waren über das Internet. Durch digitale Marktplätze oder eigene Shopsysteme wird einem Käufer ermöglicht, rund um die Uhr online einzukaufen. Ein stationäres Ladengeschäft mit repräsentativen Verkaufsflächen ist für E-Commerce nicht nötig.

 

Wann entstand E-Commerce bzw. der Online-Handel?

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Der Grundstein für das heutige E-Commerce wurde 1995 mit der Bereitstellung des Internets für die Öffentlichkeit gelegt. Der Start des Online-Handels war zunächst allerdings schleppend. Langsame Internetleitungen, wenige Nutzer und teure Datenleitungen machten es dem Online-Handel nicht leicht. Hinzu kam im März 2000 das Platzen der Dotcomblase. Viele Anleger waren mit der Einführung des Internets und der Mobiltelefone in Aufbruchsstimmung und erwarteten hohe Gewinne der New Technology Unternehmen. Als dann die Kurse fielen und die Blase platzte, schien auch der Internet-Handel vorerst gestorben zu sein. In Folge dessen verschwanden Unternehmen vom Markt, deren Geschäftsmodell nichttragfähig war. Amazon und eBay, die seit 1995 am Mark waren, konnten sich trotz Krise etablieren. Mit der zunehmenden Entwicklung neuer Technologien wurde das Surfen im Internet immer erschwinglicher. Durch die Einführung neuer Bandbreittechnologien und günstiger Datentarife etablierten sich auch immer mehr professionelle Online-Shops. Waren anfangs noch überwiegend Shops aus der Reise- und Medienbranche vertreten, kamen im Laufe der Zeit immer mehr Produktkategorien aus den Branchen Textilien, Medien, Unterhaltungselektronik, Computer, Hobby-Artikel und Möbel hinzu. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich das Online-Business in rasender Geschwindigkeit.

 

E-Commerce und der stationäre Handel

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Der Online-Handel boomt seit Jahren, die Umsätze des Online-Handels steigen jährlich stetig an. Betrug der Umsatz in den Anfangsjahren des Online-Handels in Deutschland noch 6,4 Mrd . Euro (netto) jährlich, stieg er bis zum Jahre 2016 auf 44,2 Mrd. Euro (netto) an! Das absolute Wachstum von vier Mrd. Euro pro Jahr bleibt daher unverändert hoch. Branchentechnisch betrachtet fällt dabei die Hälfte des Umsatzes auf Mode und Elektronikartikel. Dennoch können alle Warengruppen 2016 einen durchschnittlichen Zuwachs von 10,8 % verzeichnen. Quelle: IFH Köln Online Monitor 2017

Trotz der wachsenden Umsatzzahlen im E-Commerce bieten nach einer Studie der Regensburger IBI Research aus August 2017 über die Hälfte der deutschen Einzelhändler keine Waren über das Internet an. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Fehlendes Personal, Zeit und Angst vor Umsatzeinbrüchen lassen die Einzelhändler mit dem Einstieg in den Online-Handel zögern. Des Weiteren fürchten viele die Marktmacht der Global Player wie Amazon oder eBay. Sind Sie selbst als Händler aktiv? Was hält Sie von dem Einstieg in den Online-Handel ab?

 

Verändertes Konsumverhalten

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Mit der fortschreitenden Digitalisierung hat sich auch das Konsumentenverhalten spürbar verändert. Konsumenten sind es gewohnt, mit internetfähigen Endgeräten jederzeit kaufvorbereitende Informationen einzuholen und Käufe abschließen zu können. Besonders die Bequemlichkeit rückt hier immer mehr in den Vordergrund. Dazu werden als Entscheidungshilfe die verschiedenen Kanäle zur Informationsgewinnung wie Ladengeschäfte, Print, Social-Media, E-Mail, Websuche und Mobile miteinander verknüpft. Die wachsende Zahl der Multi-Channel- Käufer und die Zunahme der Umsätze im stationären Handel, welchen eine Online-Informationsbeschaffung vorausgegangen ist, unterstreichen die Bedeutung der Kanalverknüpfung zusätzlich.

 

Wachstum im Online-Handel bringt Umsatzverluste im Offline-Handel

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Auch wenn der Umsatz in den meisten Branchen im Einzelhandel weiterhin ein kleines Wachstum aufweist, verteilt sich der Zuwachs zunehmend ungleich auf die Kanäle on- und offline. So hat beispielsweise die Elektronik-Branche 2016 im Online-Kanal ein Umsatzplus von 910 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Offline-Kanal, also vor allem in stationären Geschäften, hingegen einen Verlust von 970 Millionen Euro erlitten. Daraus lässt sich schließen, dass Händler die digital nicht aktiv sind, vor allem im ländlichen Raum immer schlechter gefunden werden. Laut der Regensburger IBI Studie planen allerdings 70 % der befragten Unternehmen, den zukünftigen Investitionsanteil in den Online-Handel zu steigern.

 
 

Die Vorteile von E-Commerce auf einen Blick!

Spielen Sie schon mit dem Gedanken, im Online-Handel aktiv zu werden? Falls Sie noch zögern, schauen Sie sich die 5 Vorteile des E-Commerce auf einen Blick an:
 

Reichweitensteigerung und Markenbekanntheit

Durch digitale Marktplätze erreichen Sie eine viel größere Zielgruppe als durch den stationären Handel. Dadurch machen Sie auch international Kunden auf Ihr Produkt aufmerksam und steigern somit Ihre Markenbekanntheit und Reichweite. Dies kann auch Ihrem stationären Handel zugutekommen. Gerade in der Wohnen- und Einrichtungsbranche steigt der Teil der Click & Collect (online kaufen & stationär abholen) Kunden immer weiter an.
 

Zielgruppen lassen sich genauer definieren

Durch die Möglichkeit, die Informationen der Shopsysteme und Marktplätze auszuwerten, lässt sich Ihre Zielgruppe genauer bestimmen. Dadurch können Sie gezielter Werbung schalten und Ihre Interessenten on- und offline besser erreichen.

 

Kundeninformationen jederzeit verfügbar machen

Auf einer E-Commerce-Website können Sie so viele Informationen bereitstellen, wie Sie möchten. Ihre Kunden wissen das zu schätzen. Von Produktbeschreibungen über Anleitungen bis hin zu den Versandkosten – Sie können Interessenten mit allen Informationen versorgen, die für eine informationsgestützte Kaufentscheidung erforderlich sind. Sie müssen zudem keine Mitarbeiter dafür einsetzen, um alle diese Fragen einzeln zu beantworten. So bleibt mehr Zeit für andere Aufgaben.
 

 
 
 

Betriebskosten senken

Ein E-Commerce-Shop verursacht geringere Kosten. Durch die Verwendung eines webbasierten Managementsystems können Sie das Bestandsmanagement automatisieren und die damit verbunden Kosten senken. Weiterhin entfallen bei einem reinen E-Commerce-Shop die Gemeinkosten, die bei einem Ladengeschäft zu tragen sind. Die Kosten für die benötigte IT-Infrastruktur werden durch die erhöhte Reichweite kompensiert.

 

Gewinn- und Umsatzsteigerung durch erhöhte Konversionszahlen

Durch das Nutzen digitaler Marktplätze erreichen Sie ein Vielfaches mehr an Kunden als im reinen stationären Handel. Dadurch werden Sie im Normalfall auch mehr verkaufen. Ein weiterer Vorteil ist das positive Feedback, das Kunden durch Bewertungssysteme hinterlassen können. Und auch wenn mal negatives Feedback darunter sein sollte, können Sie darauf reagieren, in Dialog treten und sich verbessern. Ihre Kunden fühlen sich auf diese Weise ernst genommen. Dadurch festigen Sie einerseits die Kundenbindung und überzeugen andererseits Interessenten leichter von Ihren Produkten.

 

Fazit

Um Charles Darwin sinngemäß zu wiederholen: „Nur wer sich anpasst, wird überleben“ gilt das im übertragenen Sinne auch für das Bestehen am Wirtschaftsmarkt. Auch wenn in den nächsten Jahren nicht mit dem Aussterben des stationären Handels zu rechnen ist, werden sich die Bereiche des Online-Handels immer weiter ausbauen und um weitere Branchen ergänzt. Durch neue Technologien wird es immer mehr Möglichkeiten geben „online“ zu sein. Gerade in Hinblick auf die Entwicklungen auf dem Gebiet der Virtuelle Realität ist es nur eine Frage der Zeit, bis das virtuelle Bummeln und Anprobieren in realen Ladengeschäften möglich ist. Unternehmen sollten daher den Synergie-Effekt zwischen stationärem und Online-Handel nicht unterschätzten! Gerade im Hinblick auf die steigende Anzahl der Multi-Channel-Käufer bietet es sich förmlich an, auf den unterschiedlichen Marktplätzen aktiv zu werden – sowohl on- wie offline.

 

 
 
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