Die Kosten für ein ERP-System hängen von mehreren Faktoren, wie beispielsweise der Unternehmensgröße, dem Funktionsumfang oder dem Grad der individuellen Anpassung ab. Je nach Anbieter und Projekt fällt das Ergebnis unterschiedlich aus. Dieser Beitrag ordnet die typischen Kostenblöcke ein, nennt marktübliche Richtwerte und macht sie an einer konkreten Beispielrechnung greifbar. Die Beispielrechnung sowie die genannten Paketpreise beziehen sich dabei auf microtech.
Beispielrechnung: ein ERP-Projekt im Mittelstand
Das folgende Beispiel zeigt eine konkrete Kostenrechnung mit microtech ERP für ein Unternehmen mit 15 Anwendern, drei zu verwaltenden Unternehmen (Mandanten) und vier Modulen. Die Zahlen basieren auf der microtech-Preisliste und dienen der Orientierung.
Die Kosten für ein ERP-System bestehen aus drei Teilen:
einer laufenden Lizenz ab 199 Euro pro Monat, einer einmaligen Einführung und dem laufenden Betrieb. Am stärksten schwankt die Einführung. Sie reicht je nach Unternehmensgröße und Anpassungsgrad von rund 5.000 Euro bis über 100.000 Euro. Zur Einordnung nennt die Trovarit-Studie „ERP in der Praxis” für den Mittelstand rund 6.000 Euro Anschaffungskosten je Arbeitsplatz.
| Unternehmensgröße | Lizenz pro Monat | Einführung einmalig (Richtwert) |
|---|---|---|
| Klein, 2 bis 5 Anwender, ein Standort | ab 199 € | ca. 5.000 bis 25.000 € |
| Mittel, 10 bis 15 Anwender, mehrere Module | ca. 700 bis 2.100 € | ca. 25.000 bis 85.000 € |
| Größerer Mittelstand, ab 25 Anwender, mehrere Unternehmen | ab 2.100 € | ab 85.000 € |
Die Einführungswerte sind Richtwerte. Der tatsächliche Aufwand hängt vom Anpassungsgrad ab und wird pro Projekt individuell ermittelt. Für sehr kleine Unternehmen bieten wir sogenannte Selbermacher-Projekte an. Dabei richtet das Unternehmen das System eigenständig ein, sodass die externen Implementierungsleistungen vollständig entfallen, also genau der Teil, der in einem klassischen Projekt den gesamten Einführungsbetrag ausmacht. Es bleiben im Wesentlichen die laufende Lizenz ab 199 Euro pro Monat und der interne Zeitaufwand im eigenen Team.
Woraus sich die ERP-Kosten zusammensetzen
ERP-Kosten verteilen sich auf drei Blöcke. Die Lizenz fällt laufend an und richtet sich nach der Zahl der Anwender, der Unternehmen und der genutzten Module. Die Einführung ist einmalig und umfasst Installation, Datenübernahme, Anpassung an Ihre Prozesse und Schulung. Der laufende Betrieb schließt Support, Wartung und je nach Betriebsmodell weitere Positionen ein.
Der größte Hebel liegt selten bei der Lizenz. Laut Trovarit (siehe oben) wird vor allem der Personalaufwand von der Auswahl bis zum Produktivstart häufig unterschätzt, und die einzelnen Kostenpositionen schwanken je nach Anpassungsaufwand und Komplexität stark. Wer realistisch plant, betrachtet deshalb das Gesamtprojekt und nicht nur den Monatspreis.
Beispielrechnung: ein ERP-Projekt im Mittelstand
Das folgende Beispiel zeigt ein Unternehmen mit 15 Anwendern, drei zu verwaltende Unternehmen (Mandanten) und vier Modulen. Die Zahlen sind ein konkreter Fall und dienen der Orientierung.
| Position | Preis pro Monat |
| microtech ERP Enterprise-Paket, inkl. 2 Anwender und 1 Unternehmen | 399€ |
| 13 zusätzliche Anwender | 767 € |
| 2 zusätzliche Unternehmen | 198 € |
| Modul E-Commerce | 249 € |
| Modul Logistik & Versand | 199 € |
| Modul Produktion & Fertigung | 149 € |
| Modul Dokumentenmanagement | 89 € |
| Summe | 2.050 € |
Die Modulpreise richten sich nach dem Nutzungsumfang, etwa nach der Zahl der Versandarbeitsplätze oder der angebundenen Verkaufsplattformen. Auf unserer Preisseite sehen Sie die Einstiegspreise ab dem jeweils niedrigsten Umfang. Im Beispiel liegen die Modulpreise höher, weil ein größerer Nutzungsumfang konfiguriert ist. Der Monatspreis von 2.050 Euro entspricht einem Jahreswert von 24.600 Euro.
Einmalige Einführung
Die Einführung wird nach Aufwand in Personentagen berechnet.
| Leistung | Personentage |
| Installation und Grundeinrichtung | 5 |
| Umsetzung individueller Anforderungen | 35 |
| Moduleinführungen | 11 |
| Schulung und Unterstützung | 6 |
| Begleitung während des Echtstarts | 10 |
| Summe | 67 |
In diesem Projekt ergeben 67 Personentage einmalige Kosten von rund 83.080 Euro. Der größte Posten ist die Umsetzung individueller Anforderungen mit 35 Personentagen. In diesem Fall war dieser Anteil bewusst hoch, weil das Unternehmen besonders viele Anbindungen von Drittsystemen beauftragte und diverse individuelle Anpassungen wünschte. Genau hier liegt die größte Spanne, denn der Aufwand reicht von wenigen Tagen bei überwiegend standardnaher Nutzung bis zu umfangreichen Anpassungen wie in diesem Beispiel.
Zur groben Einordnung nennt die Trovarit-Studie „ERP in der Praxis” (siehe oben) für den Mittelstand rund 6.000 Euro Anschaffungskosten pro Arbeitsplatz. Das Beispiel bewegt sich mit etwa 5.500 Euro pro Anwender in einer vergleichbaren Größenordnung. Als Faustregel liegt die einmalige Einführung in diesem Fall beim etwa 3,4-fachen des jährlichen Lizenzwerts.
Im ersten Jahr summieren sich Lizenz und Einführung damit auf rund 107.680 Euro. Ab dem zweiten Jahr fallen nur noch die laufenden Lizenzkosten an. Jedes Projekt ist anders. Wie sich Ihr konkreter Fall rechnet, kalkulieren unsere Fachleute jederzeit gern gemeinsam mit Ihnen durch.
Die Einstiegspreise von microtech
microtech bietet drei Pakete mit einem festen Grundpreis pro Monat. Enthalten sind jeweils zwei Anwender und ein Unternehmen. Zusätzliche Anwender, Unternehmen und Module buchen Sie nach Bedarf hinzu.
| Paket | Grundpreis pro Monat |
|---|---|
| Basic | ab 199 € |
| Core | ab 299 € |
| Enterprise | ab 399 € |
Der Monatspreis setzt sich aus dem Grundpreis, den zusätzlichen Anwendern und Unternehmen sowie den zugebuchten Modulen zusammen. Abgerechnet wird im Jahresabo bei jährlicher Vorauszahlung. Eine vollständige Übersicht finden Sie auf unserer Preisseite.
Kostentreiber und Sparhebel
Der stärkste Kostentreiber ist der Grad der individuellen Anpassung. Je mehr Sonderprozesse abgebildet werden, desto höher der Aufwand in Personentagen. Weitere Treiber sind die Zahl der Anwender, die Zahl der Standorte und die Menge der angebundenen Systeme.
Diese Hebel senken die Kosten, ohne an der Substanz zu sparen. Definieren Sie Ihre Anforderungen früh und klar, das verkürzt die Umsetzung. Nutzen Sie Standardfunktionen, wo sie ausreichen, statt jeden Prozess individuell nachzubauen. Führen Sie in Stufen ein und starten Sie mit den Kernprozessen. Wählen Sie das Paket, das zu Ihrer heutigen Größe passt, und wachsen Sie modular mit. Und binden Sie interne Key-User ein, die Wissen im Unternehmen halten und externen Aufwand reduzieren.
Fazit
ERP-Kosten lassen sich planen, wenn man Lizenz, Einführung und Betrieb getrennt betrachtet und den Anpassungsgrad realistisch einschätzt. Die Lizenz ist gut kalkulierbar, den Ausschlag gibt die Einführung. Mit microtech starten Sie ab 199 Euro pro Monat und ergänzen Anwender, Unternehmen und Module nach Bedarf, vom Selbermacher-Projekt für kleine Unternehmen bis zur begleiteten Einführung im Mittelstand. Wie sich Ihr konkreter Fall rechnet, kalkulieren wir gern gemeinsam mit Ihnen durch.
Häufige Fragen zu ERP-Kosten bei microtech
Was kostet ein ERP für 10 Mitarbeiter bei microtech?
Für zehn Anwender beginnt das Core-Paket bei 691 Euro pro Monat: 299 Euro Grundpreis mit zwei enthaltenen Anwendern plus acht weitere Anwender zu je 49 Euro. Dazu kommt die einmalige Einführung, die sich nach dem Anpassungsgrad richtet.
Was kostet die ERP-Einführung bei microtech?
Die Einführung wird nach Aufwand in Personentagen abgerechnet. Im Beispiel oben sind es 67 Personentage und rund 83.080 Euro. Für den Mittelstand nennt die Trovarit-Studie (siehe oben) im Schnitt rund 6.000 Euro pro Arbeitsplatz, bei einer Projektdauer im klassischen Mittelstand zwischen 10 und 13 Monaten.
Wie setzt sich der monatliche Preis zusammen?
Aus drei Teilen: der laufenden Lizenz, der einmaligen Einführung und dem laufenden Betrieb. Die Lizenz richtet sich nach dem gewählten Paket sowie den zusätzlichen Anwendern, Unternehmen und Modulen.
Welche versteckten Kosten gibt es?
Am häufigsten unterschätzt werden Datenmigration, Customizing, Schulung und die interne Zeit der beteiligten Mitarbeiter. Diese Positionen machen den Großteil der Gesamtkosten aus. Je nach Betriebsmodell kommen weitere Punkte wie Schnittstellen zu bestehenden Systemen hinzu.
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