Was sind Fixkosten? – eine Definition | microtech
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Fixkosten

Wir haben in unserem ERP-Wiki-Beitrag zusammengefasst, was Fixkosten sind, wie sie entstehen, was der Unterschied zu variablen Kosten ist und wie sie sich auswirken können.

Was sind Fixkosten (fixe Kosten)?

Als Fixkosten wird der Teil der Gesamtkosten definiert, der unabhängig von der Beschäftigungs- und Auftragslage eines Unternehmers oder Unternehmens konstant und unveränderlich anfällt. Daher werden diese Verpflichtungen als fixe Kosten bezeichnet.

Die Höhe der Fixkosten ist konstant. Diese fallen unabhängig von der Auslastung, der Ausbringungsmenge oder dem Beschäftigungsgrad eines Unternehmens an. Das bedeutet für Sie, egal wie gut oder schlecht Ihr Unternehmen gerade läuft, Ihr Controlling hat die Fixkosten auf jeden Fall in konstanter Höhe und meist einem gleichmäßigen Zeitraum auf der Ausgabenseite.

Generell gilt zur Berechnung von Fixkosten diese Formel:

  • Gesamtkosten – variable Kosten = Fixkosten

Betriebswirtschaftlich gesehen zählen folgende Positionen zu den Fixkosten:

  • Abschreibungen (Linear)
  • Gehälter
  • Zinsen
  • Mieten
  • Strom, Wasser und sonstiges

Wie entstehen Fixkosten?

Wie bereits erwähnt, fallen fixe Kosten konstant an. Anders als variable Kosten verändern sich diese nicht in der Abhängigkeit von Beschäftigungsgrad, Ausbringungsmenge und Produktionsmenge.

Was sind Fixkosten (fixe Kosten)?
Was sind Fixkosten (fixe Kosten)?

Beispiel für fixe Kosten:

Unternehmer A produziert nachhaltige Waren für den Großhandel. Im Mai 2018 liegt die Ausbringungsmenge bei 1.000 Einheiten. Die fixen Kosten für Miete, Gehälter und Abschreibungen fallen laut Controller in Höhe von 10.000 € an. 

Wegen des warmen Sommers kann Unternehmer A nur noch 750 Einheiten absetzen. Die fixen Kosten wie Miete, Gehälter und Abschreibungen fallen aber weiterhin an und müssen trotz sinkender Absatzzahlen weiterhin beglichen werden. Die Fixkosten liegen also auch im Juli bei 10.000 €.Anmerkung: Selbstverständlich verändern sich fixe Kosten gelegentlich, da sich zum Beispiel Mietkosten, Strom- und Wasserpreise und Löhne und Gehälter auch verändern können. Da diese Schwankungen aber nicht mit der Produktion eines Kostenträgers und der Menge in einem direkten Zusammenhang stehen, werden sie in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) zu den Fixkosten gezählt.

Formel zur Berechnung von Fixkosten

Fixkosten = Gesamtkosten – variable Kosten

Variable Kosten und Fixkosten im Vergleich

Variable Kosten verändern sich, im Gegensatz zu fixen Kosten, je nach Produktionsmenge und Aufwand. Variable Kosten werden gelegentlich auch als veränderliche Kosten bezeichnet. Zu den variablen Kosten werden klassischerweise folgende Posten gezählt:

  • Rohstoffe
  • Lieferkosten
  • Fremdleistungen
  • Lohnzahlungen (Akkordlohn)
  • Kosten für Strom, Wasser etc. (für Produktion)
  • Provisionen

Ausnahme: Aufwendungen für Strom, Wasser etc. können sowohl als variablen Kosten als auch als Fixkosten anfallen.

Beispiel: Durch schwankende Produktionsmengen verändert sich der Energiebedarf der Maschinen. Er ist somit nicht konstant, sondern variabel und daher den variablen Kosten zuzurechnen.

Die Energiekosten für Büroräume unterliegen keinen produktionsbedingten Schwankungen. Bei schwacher Absatzlage fallen diese in unveränderter Höhe an und sind somit den fixen Kosten zuzuordnen.

Kosten, Fixkosten

Zusammenhang zwischen Fixkosten und Gemeinkosten

Was sind eigentlich Gemeinkosten? Gemeinkosten können einem Kostenträger (Produkt oder Dienstleistung wie beispielsweise Materialkosten, Fertigungsmaterialien, Energiekosten, Transport, Fuhrpark und Gebäudekosten) nicht direkt zugeordnet werden. Daher ist zur Verteilung von Gemeinkosten immer ein Verteilungsschlüssel notwendig.

Bei Fixkosten handelt es sich immer um Gemeinkosten. Variable Kosten können als Gemeinkosten ausgewiesen werden, müssen aber nicht zwingend Gemeinkosten sein.

Beispiel für Gemeinkosten:

Unternehmer A hat im Monat 2000 € fixe Mietkosten. Bei diesen 2000 € handelt es sich laut Definition um Gemeinkosten, da diese nicht direkt dem einzelnen Produkt zugewiesen werden können.

Im Mai 2018 setzt Unternehmer A 1000 Einheiten ab. Die fixen Mietkosten betragen 2000 €. Dividiert man diese durch die Anzahl der produzierten Einheiten, kommt man auf 2,- €. Dies entspricht dem Kostenanteil der Miete pro Produktionseinheit.

Formel zur Berechnung von Gesamtkosten

Gesamtkosten = Fixkosten + variable Kosten

Wie wirken sich zu hohe Fixkosten aus?

Kein Unternehmer mag sie, jeder hat sie: Fixkosten. Sind diese zu hoch oder in vielfacher Anzahl vorhanden, kann dies eine erhebliche Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit und Beweglichkeit des Unternehmens haben. Sinken dann noch Absatzzahlen, ist es möglich, dass Unternehmer die anfallenden Fixkosten nicht mehr bedienen können. Im schlimmsten Fall droht das Unternehmen in ein Insolvenzverfahren zu rutschen.

Was sind sprungfixe und intervallfixe Kosten sowie Stückkosten?

Sprungfixe Kosten sind eine spezielle Art von Fixkosten. Sie bleiben über einen bestimmten Bereich konstant, steigen aber sprunghaft an, sobald eine bestimmte Kapazitätsgrenze überschritten wird. Zum Beispiel: Ein Unternehmen kann bis zu 1.000 Einheiten mit seinen aktuellen Ressourcen produzieren. Wenn die Produktion 1001 Einheiten erreicht, müssen vielleicht neue Maschinen oder zusätzliches Personal hinzugefügt werden, was zu einem sprunghaften Anstieg der Fixkosten führt. Aber auch Mietkosten können als sprungfixe Kosten angesehen werden.

Intervallfixe Kosten: Diese sind den sprungfixen Kosten ähnlich, beziehen sich jedoch auf Kosten, die in regelmäßigen Intervallen anfallen und sich nicht sofort mit einer Veränderung der Produktionsmenge ändern. Zum Beispiel kann ein Unternehmen Mietkosten für zusätzliche Lagerflächen haben, die es nur in bestimmten Intervallen (zum Beispiel jährlich) anpasst, unabhängig davon, wie viel tatsächlich produziert wird.

Stückkosten beziehen sich auf die Kosten pro produzierter Einheit. Sie werden berechnet, indem die Gesamtkosten (Fixkosten plus variable Kosten) durch die Anzahl der produzierten Einheiten geteilt werden. Während variable Kosten mit der Produktionsmenge variieren, bleiben die Fixkosten über einen gewissen Bereich konstant. Daher sinken die Stückkosten mit zunehmender Produktion, da die Fixkosten auf eine größere Anzahl von Einheiten verteilt werden.

Die Rolle der Fixkosten für den Deckungsbeitrag

Welche Rolle die Fixkosten bei der Ermittlung des Deckungsbeitrags spielen und was genau der Deckungsbeitrag ist, können Sie in unserem Wiki-Beitrag zum Deckungsbeitrag nachlesen!

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