Was ist die Durchlaufzeit?

Prozesse unterliegen unterschiedlichen Parametern. Neben den Kosten und der Qualität wird der Aspekt der Zeit immer wichtiger. Lebenszyklen von Produkten verkürzen oder verschieben sich, weshalb sich die Entwicklungszeiten verringern müssen. Eine Kennzahl für die Messung von Zeiten innerhalb des Unternehmens ist die Durchlaufzeit. Diese findet dabei nicht nur in der Prozessoptimierung Anwendung, sondern taucht auch im Rahmen der Aufbau- und Ablauforganisation als Begriff auf.

Was ist die Durchlaufzeit?

Die Durchlaufzeit beschreibt die Zeitspanne, die das Unternehmen für die Fertigung eines Auftrages benötigt. Sie beginnt mit dem ersten Arbeitsvorgang und endet mit dem Abschluss des letzten Arbeitsvorganges.

Die Prozesse der einzelnen Phasen eines Durchlaufes, kann in verschiedene Zeiten unterteilt werden:

a) Die Wartezeit:

  • Rüstzeit
  • Transportzeit
  • Liegezeit
  • Lagerzeit
  • Zusatzzeit

b) Die reine Bearbeitungszeit, auch Durchführungszeit oder Prozesszeit genannt.

Nur ein geringer Teil der Produktionszeit entfällt auf die eigentliche Bearbeitungszeit. Ein Großteil der Zeit wird für das Umrüsten von Maschinen, das Transportieren oder Ähnlichem benötigt.

Durchlaufzeit | Zeitstrahl | microtech.de
Durchlaufzeit ©microtech GmbH

Unterteilung der Durchlaufzeit

Wie zuvor bereits beschrieben, kann die Durchlaufzeit in verschiedene Zeiten unterteilt werden. Im Folgenden werden wir die einzelnen Unterpunkte kurz näher definieren.

Rüstzeit

Unter der Rüstzeit wird die Zeit verstanden, welche für die Einstellung und das Umrüsten von Maschinen benötigt wird. Hierbei kann es sich zum Beispiel um das Justieren der Maschine oder das Auswechseln eines Bohrers für den nächsten Auftrag handeln.

Transportzeit

Bei der Transportzeit handelt es sich um die Zeit, in der das Produkt beziehungsweise das Werkstück von einem Arbeitsplatz zum nächsten transportiert wird. Der Transport kann durch Fließbänder, Gabelstapler oder Ähnliches erfolgen.

Liege- und Lagerzeit

Mit der Liege- und Lagerzeit wird die Zeit zwischen den Arbeitsschritten beschrieben, in der das Werkstück auf eine weitere Bearbeitung wartet. Dies kann zum Beispiel die Zeit bis zum Freiwerden einer Maschine sein. Die Liege- und Lagerzeit kann dabei den größten Teil der Durchlaufzeit beanspruchen.

Zusatzzeit

Eventuell auftretender zusätzlicher Zeitaufwand lässt sich durch die Einplanung von Zusatzzeit auffangen. Falls diese allerdings regelmäßig beansprucht wird, sollte das Unternehmen eine mögliche Prozessoptimierung in Betracht ziehen.

Bearbeitungszeit

Unter der Bearbeitungszeit wird die Zeit verstanden, in der das Werkstück tatsächlich bearbeitet wird.

Die Durchlaufzeit als Kostenfaktor

Die Berechnung der Kosten eines Produktes werden in erster Linie von der Produktionszeit bestimmt. Jedes Unternehmen sollte daher bestrebt sein, die Durchlaufzeit so gering wie möglich zu halten, damit ein schneller Produktdurchlauf, eine kürzere Fertigungszeit sowie eine bessere Nutzung der betrieblichen Ressourcen sichergestellt ist.

Mögliche Ansätze zur Verkürzung der Durchlaufzeit:

  • Einführung neuer Geräte oder Techniken
  • Vermeidung von Störungen
  • Prozessoptimierung

Fazit zur Durchlaufzeit

Je höher die Dauer der Produktionszeit, desto höher die Kosten. Steht die Produktionszeit in einem ungünstigen Verhältnis zur Qualität des Ergebnisses und den Einnahmen, sollte sie im Detail geprüft werden. Damit ist die Durchlaufzeit eine weitere wichtige Kennzahl für die Optimierung und Überwachung von Prozessen innerhalb eines Unternehmens.

 

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Datum: 01.06.2017
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