Aktiva/Passiva: Das sollten Sie über die beiden Seiten einer Bilanz wissen

Wenn Ihr Unternehmen bilanzierungspflichtig ist, dann sollten Sie über den grundsätzlichen Aufbau einer solchen Bilanz im Bilde sein. Zu den Kernbegriffen gehören hier Aktiva und Passiva, die die beiden Seiten der Bilanz bezeichnen. Alles, was Sie darüber wissen müssen, finden Sie im nachfolgenden Beitrag.

Welche Unternehmen müssen eine Bilanz machen?

Ob ein Unternehmen bilanzierungspflichtig ist oder nicht, hängt in der Regel von den Faktoren Umsatz, Gewinn und der Rechtsform ab. Kapitalgesellschaften, wie zum Beispiel die GmbH oder die AG, sind in aller Regel bilanzierungspflichtig. Bei Gewerbetreibenden gibt es eine Grenze von zurzeit 600.000 € Umsatz oder 60.000 € Gewinn, bei deren Überschreitung eine Bilanz erforderlich. Freiberufler sind generell von der Bilanzierung befreit, selbst wenn sie diese Grenzen überschreiten sollten.

Die Aufteilung der Bilanz in Aktiva und Passiva

Das Besondere bei einer Bilanz ist, dass sie in Aktiva und Passiva aufgeteilt ist. Die Aktiva stehen dabei auf der linken Seite; auf der rechten Seite der Bilanz findet man entsprechend die Passiva. Jede Seite bildet alle Vermögenswerte, die dem Unternehmen zur Verfügung stehen ab, aber auf verschiedene Art und Weise: Die Passiva-Seite zeigt die Vermögensherkunft, die Aktiva die Verwendung des Vermögens. Die Summe der Aktiva entspricht daher auch der Summe der Passiva.
 

Grafik von Aktiva und Passiva
Aktiva / Passiva ©microtech

Die Aktiva im Detail

Die Positionen auf der Aktiva-Seite sind nicht willkürlich angeordnet, sondern nach ihrer Liquidität: Je „flüssiger“ eine Position, also je leichter man sie zu Bargeld machen kann, desto weiter unten steht sie. Außerdem sind die Aktiva-Positionen noch unterteilt in Anlagevermögen und in Umlaufvermögen. Zum Anlagevermögen gehören zum Beispiel Grundstücke, Maschinen, Fahrzeuge und die sogenannten BGA (Betriebs- und Geschäftsausstattung). Das Umlaufvermögen bilden Positionen wie Rohstoffe, produzierte Ware, offene Forderungen, Kassenbestand und das Bankvermögen.

Die Passiva im Detail

Die Anordnung der Passiva-Positionen folgt demselben System wie bei den Aktiva. Und auch hier gibt es zwei Hauptkategorien: Eigenkapital und Fremdkapital. Unter dem Eigenkapital werden Positionen wie zum Beispiel das gezeichnete Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinn– oder Verlustvorträge und der Jahresüberschuss zusammengeführt. Bei Fremdkapital stehen dagegen Hypotheken, Darlehen und Verbindlichkeiten.

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microtech.de
Datum: 16.05.2018
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